Technik von Gestern…

Man wundert sich manchmal, wie schnell Technik veraltet. Grade im Bereich (web)Software. Ich habe auf meiner Homepage ja schon alle mögliche laufen gehabt. Von zarten Anfängen mit per Hand editierten html-Dateien (die damals noch htm-Dateien hießen wegen der 8.3-Beschränkung), das ganze kombiniert mit einer Foren-Software (die natürlich prompt gehackt wurde) und diverse Content-Management-Systeme, bis ich schließlich bei WordPress gelandet bin.

Letzteres verwende ich inzwischen auf allen von mir betreuten Seiten. Auf allen? Nein, ich bin ja auch noch admin der Seite meines Vaters.

Und so kam es, dass mich eines Abends der Hilferuf aus der Eifel erreichte: „Sascha, guck Dir mal meine Seite an, die sieht total komisch aus!“. Tatsächlich waren sämtliche Umlaute durch unschöne „�“ ersetzt worden. Ein wenig googlen brachte den Hinweis, dass es einen Konflikt mit der Zeichenkodierung geben muss.

Hin- und her- editieren brachte keine spürbare Verbesserung und da auch das komplette Backend inklusive der Menüpunkte versaubeutelt dargestellt wurde, lag der Fehler wohl etwas tiefer im System. Apropos System: Die Seite läuft auf dem CMSimple CMS, das ich vor (gefühlt) Jahrzehnten auch mal im Einsatz hatte. Und für den wordpress-verwöhnten Sascha des Jahres 2016 war das Einloggen in das CMS aus dem Jahre 2007(!) in der Tat wie eine kleine Zeitreise. Hier half also kein Flickwerk, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen musste das System komplett neu aufgesetzt werden. Kurzzeitig lockte die Versuchung, auch die letzte Seite auf ein wordpress umzustellen, aber das hätte vermutlich deutlich mehr Arbeit bedeutet und meinen Vater mit einem ihm unbekannten Backend konfrontiert, was wiederum mehr Supportanfragen bei mir bedeutet hätte – ein Teufelskreis 🙂

Was soll ich sagen? CMSimple gibt es immer noch und es wird auch noch fleißig gepflegt. Unter anderem gibt es auch eine praktische Anleitung, wie ein update von Statten gehen könnte. Der Hinweis, dass die alten plugins nur selten funktionieren, hat mich zwar Schlimmes befürchten lassen, aber erstaunlicherweise war innerhalb von nichtmal 3 Stunden alles erledigt. Und davon entfiel die meiste Zeit auf das suchen und ersetzen der fehlerhaften Umlaute. Die stimmen jetzt wieder, das CMS ist auf einem aktuellen Stand und das neue Backend hat genau die richtige Mischung aus vertraut und modern.

Wer also weniger bloggen, sondern mehr eine statisiche Webseite betreiben will, der sollte ruhig mal einen Blick auf CMSimple werfen.

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